Um den inneren Schweinehund zu überwinden, brauchst du keine Disziplin. Alles was du brauchst, ist ein Funke, der dich wieder mit dir selbst verbindet. Einen liebevollen Trick, der dich in Bewegung bringt. Ohne Druck und ohne schlechtes Gewissen. Genau darum geht es in diesem Artikel.

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Warum Disziplin nicht das Problem ist und auch nicht die Lösung

 

Vielleicht kennst du das. Du nimmst dir etwas vor, ein kleiner Spaziergang, ein bisschen mehr Gemüse, ein paar Minuten früher schlafen. Doch es will irgendwie nicht klappen und es passiert genau nichts.

Nicht, weil du faul bist oder keinen Willen hast. Sondern weil dir alte Muster dazwischenfunken.

Auch ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Als Coachin dachte ich lange, es ginge nur um die richtige Motivation. Bis ich verstanden habe: Das Problem liegt nicht bei mir und nicht bei dir.

Es liegt daran, dass wir oft gegen uns selbst arbeiten, statt mit uns. Heute weiß ich, dass es nicht um Disziplin geht. Tatsächlich geht es um Verbindung. Mit dir selbst, mit deinem Alltag und mit dem, was dir wirklich guttut.

Lass uns gemeinsam schauen, was dahintersteckt. Ich zeige dir 7 konkrete Wege, die dir helfen, deinen inneren Schweinehund zu überwinden.

Hängematte bei Sonnenuntergang in der Natur – Symbol für Entspannung, Loslassen und innere Verbindung

Loslassen bewegt oft mehr als Disziplin.

1. Hör auf, dich zu motivieren und fang an, dich zu verstehen

 

Vielleicht versuchst du es immer wieder mit Motivation, um deinen inneren Schweinehund zu überwinden. Mit To-do-Listen, mit App-Remindern und guten Vorsätzen.

Doch egal was du auch probierst, der Funke springt nicht über. Du bist frustriert und fragst dich, warum es gefühlt bei jedem funktioniert, nur bei dir nicht?

Die Antwort liegt oft nicht im Wollen, sondern im Verstehen. Wenn du dich unter Druck setzt und versuchst, dich selbst anzuschieben, reagiert dein System mit Widerstand. Dein Körper, deine Gedanken, dein ganzes Inneres stellen sich quer. Nicht, weil du „zu wenig Motivation" hast, sondern weil du versuchst, dich gegen dich selbst anzugehen.

Leistungsdruck entsteht selten im Außen. Er wächst in uns aus alten Glaubenssätzen. Aus Erwartungen oder Erfahrungen. Genau deshalb lässt sich das auch nur dort verändern, durch Mitgefühl, durch Neugier und durch einen neuen Umgang mit dir selbst.

Motivation wächst nicht durch Druck, sondern durch Verständnis für dich selbst.

2. Beweg dich aus Freude, nicht aus Pflicht

 

Du weißt, dass Bewegung dir eigentlich guttun würde. Doch sobald du es dir vornimmst, fühlt es sich plötzlich an wie eine lästige Aufgabe und zack, schon ist der Schweinehund wieder da.

Doch was wäre, wenn du Bewegung nicht als Pflicht, sondern als Einladung siehst? Als eine Art Verabredung mit dir selbst. Ganz flexibel, freundlich und mit einem Augenzwinkern?

Nutze deinen Lieblingssong als Startsignal für ein paar Schritte durch die Wohnung oder tanze beim Zähneputzen. Bewegung muss nicht immer Hochleistungssport sein, sondern kann lebendig und mit Spaß gelebt werden.

Sobald du den Druck rausnimmst, entsteht mehr Leichtigkeit und aus Leichtigkeit wächst oft von ganz allein die Lust, weiterzumachen.

Bewegung wird leichter, wenn sie sich gut anfühlt. Statt Pflichtprogramm darf sie auch Spaß machen.

3. Mach es dir bewusst schwerer und damit leichter

 

Manchmal scheitert Bewegung oder Veränderung nicht an dir, sondern an deinem Umfeld. Oder genauer, an der Hürde zwischen dem Gedanken Ich will eigentlich und der Handlung Ich mach's jetzt auch wirklich.

Wenn der Weg zu deiner Yogamatte erstmal durch einen vollgeräumten Schrank führt und dein Handy neben dir liegt, ist klar, wer gewinnt. Na? Richtig – der Schweinehund.

Mach es deinem alten Muster schwer und dir selbst leicht. Stell deine Laufschuhe sichtbar an die Tür und leg dein Handy außer Reichweite.

Kleine Rituale wie diese schaffen Widerstandsfreiheit. Sie nehmen dir nicht die Entscheidung ab, doch sie machen es dir einfacher. Denn der Schweinehund liebt Umwege und du darfst ihm ruhig ein paar davon aus dem Weg räumen.

Mach es deinem Schweinehund schwer und dir selbst leicht. Kleine Veränderungen im Alltag können große Hürden verschwinden lassen.

4. Fang klein an und hör nicht gleich wieder auf

 

Der häufigste Stolperstein beim Dranbleiben? Zu groß zu denken. „Wenn schon, denn schon" klingt logisch, doch genau dieser Gedanke sorgt dafür, dass du gar nicht erst loslegst.

Ein 30-Minuten-Workout nach einem langen Arbeitstag klingt anstrengend und schwupps ist Netflix doch schon wieder verlockender.

Doch was wäre, wenn du dir nur eine Minute vornimmst? Eine einzige Yoga-Übung. Einmal die Treppe hochlaufen. Fünf bewusste Atemzüge. So klein, dass dein Schweinehund gar nicht merkt, dass etwas passiert.

Denn genau hier beginnt ein mikrointensives Momentum. Sobald du einmal angefangen hast, ist es leichter, dranzubleiben. Nicht, weil du musst, sondern, weil du schon in Bewegung bist.

Ein kleiner Anfang ist besser als kein Anfang – und oft genau der Moment, in dem Bewegung entsteht.

5. Der Schweinehund will dich nicht stoppen – er will dich schützen

 

Was, wenn dein innerer Schweinehund gar nicht gegen dich arbeitet, sondern für dich? Was, wenn er nicht faul, sondern nur vorsichtig ist? Nicht bequem, sondern überfordert?

Oft ist er der Ausdruck eines Anteils in dir, der Schutz sucht. Vielleicht ein Teil von dir, der Ruhe braucht. Oder ein Anteil, der zu lange zu viel getragen hat. Anstatt laut zu rufen: „Ich kann nicht mehr!", bleibt er einfach sitzen.

Wenn du deinen Schweinehund als Teil von dir akzeptierst, verändert sich alles. Du musst ihn nicht mehr bekämpfen, sondern darfst ihn verstehen, ihm zuhören und ihm kleine, liebevolle Wege zeigen, wie Bewegung trotzdem möglich ist. Nicht gegen ihn, sondern mit ihm.

Dein Schweinehund ist kein Feind.Er zeigt dir, wo du Fürsorge brauchst. Veränderung beginnt mit Verständnis, nicht mit Kampf.

6. Wenn du zurückfällst feiere, dass du angefangen hast

 

Du hast motiviert in deine neue Routine gestartet und plötzlich kommt das Leben dazwischen.

Anstatt zu denken: „Ich habe es mal wieder nicht geschafft", sag dir: „Ich habe angefangen und ich kann jederzeit wieder anfangen."

Veränderung verläuft nie geradlinig. Sie ist ein Pfad mit Umwegen, Pausen, manchmal auch mit Rückschritten. Doch das bedeutet nicht, dass du versagt hast. Es bedeutet, dass du unterwegs bist.

Statt dich zu verurteilen, sei stolz auf dich, dass du angefangen hast. Freu dich über jeden kleinen Schritt. Denn er zählt, auch wenn er nicht perfekt war.

Rückschritte gehören zum Weg. entscheidend ist nicht, ob du perfekt bleibst, sondern dass du wieder losgehst.

7. Gemeinsam geht's leichter - warum du dir Unterstützung holen darfst

 

Allein anzufangen ist oft schwerer als wenn du jemanden an deiner Seite hast. Besonders wenn die alten Muster sehr stark ausgeprägt sind. Doch hier kommt die gute Nachricht: Du musst es nicht alleine schaffen und kannst dir Unterstützung holen.

In meiner Arbeit als Coachin für ganzheitliche Gesundheit erlebe ich immer wieder, wie viel leichter Veränderung wird, wenn Frauen sich gemeinsam auf den Weg machen.

Wenn da jemand ist, der versteht, wie es sich anfühlt, wenn der Schweinehund mal wieder besonders laut wird. Wenn kleine Schritte gesehen und gefeiert werden. Wenn du weißt: "Ich bin nicht allein mit dem, was ich mir vornehme."

Gemeinsam entsteht oft etwas, was allein meist schwer zu schaffen ist und zwar Leichtigkeit.

Motivation, die nicht nur von dir alleine kommt, sondern von anderen mitgetragen wird.

Du musst niemandem etwas beweisen. Es ist keine Schwäche, dir die Unterstützung zu holen, die Veränderung einfacher macht. Ganz im Gegenteil! Warum solltest du es dir schwerer machen, wenn es auch einfacher geht?

Veränderung gelingt oft leichter, wenn wir sie nicht allein angehen.

Motivation ist kein Muskel – sie ist ein Gespräch mit dir selbst

 

Motivation lässt sich nicht erzwingen, denn du kannst sie nicht trainieren wie einen Muskel, der durch Beanspruchung stärker wird.

Sie folgt keinem starren Plan, doch sie wächst, wenn du auf dich hörst. Wenn du wahrnimmst, was du brauchst. Wenn du lernst, dich selbst nicht länger anzutreiben, sondern zu begleiten.

Jeder kleine Schritt zählt. Nicht, weil er dich irgendwohin bringen muss, sondern weil er dir zeigt, dass du in Bewegung bist. Auf deine Weise und so, wie es sich für dich gut anfühlt.

Ganz ohne Druck und ohne schlechtes Gewissen, sondern mit einem liebevollen Blick auf dich selbst.

Am Ende geht es nicht darum, den inneren Schweinehund zu besiegen. Sondern ihn mitzunehmen als Teil von dir, der dir zeigen will, wie Veränderung leichter werden kann.

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Du musst deinen Weg nicht alleine gehen

 

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Häufig gestellte Fragen

 

Wie kann ich meinen inneren Schweinehund besiegen?

 

Vielleicht geht es gar nicht darum, ihn zu besiegen, sondern ihn zu verstehen. Dein innerer Schweinehund will dich oft nicht aufhalten, sondern schützen. Wenn du lernst, ihn nicht als Gegner zu sehen, sondern als Hinweis auf das, was du brauchst, wird Veränderung leichter. Es hilft, klein anzufangen, dich nicht zu überfordern und dir Unterstützung zu holen, wenn du merkst das es alleine schwerer ist.

Warum ist es so schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden?

 

Weil wir oft versuchen, uns selbst mit Druck zu motivieren. Doch was wie Faulheit aussieht, ist oft Überforderung, alte Gewohnheit oder ein inneres „Ich kann nicht mehr“. Wenn du beginnst, dich selbst zu verstehen statt zu pushen, wird der Widerstand kleiner. Dann wächst Motivation nicht aus Zwang, sondern aus Verbindung.

Wie kann man sich zum Sport überwinden?

 

Indem du Bewegung nicht als Pflicht siehst, sondern als Einladung. Nimm den Druck raus und mache es dir leicht. Stell die Laufschuhe sichtbar hin, spiel deinen Lieblingssong und bewege dich, wie es dir guttut. Auch wenn es nur drei Minuten sind. Kleine Rituale helfen dir, in Bewegung zu kommen, ohne dich zu zwingen.

Wie raffe ich mich wieder auf?

 

Indem du dir bewusst machst, dass Rückschritte dazugehören. Du musst nicht perfekt sein, um weiterzumachen. Sei stolz darauf, dass du angefangen hast. Auch wenn du kurz pausiert hast. Du kannst jederzeit neu starten. Veränderung ist kein gerader Weg, sondern ein Prozess und jeder Schritt zählt.

Portrait von Britta Ziskoven - Living Balance

Hallo ich bin Britta…

Früher lebte ich das Leben einer Karrierefrau mit endlosen Arbeitswochen und ständigen Reisen. Nach der Geburt meiner Tochter und erfolglosen Diäten beschloss ich, mein Leben grundlegend zu ändern. Heute bin ich ausgebildeter Health Coach, Lauf- und Mentaltrainerin, Heilpraktikerin und Hypnosecoach und unterstütze Frauen dabei, Familie und Gesundheit in Einklang zu bringen.